Customer Relationship Management

Intelligent Daten verwenden, ohne Kunden zu verprellen

Die Vorbereitung für ein Tinder Date und das Sammeln von Daten über Konsumenten haben vieles gemeinsam. Bevor man die potenzielle Liebe des Lebens trifft, herrscht das Verlangen, mehr über die Person hinter dem perfekt konstruierten Profil zu erfahren. Letztendlich möchte natürlich niemand einem Kriminellen oder Serienmörder begegnen. Gleichzeitig wird jedoch niemand zugeben, das Social Media Profil seines Dates ausgiebig studiert zu haben, um gegen das peinliche Schweigen im Gespräch gewappnet zu sein. Das Verwenden von persönlichen Informationen wird nicht erfolgreich sein, wenn man sie nur für eigene Zwecke ausnutzt. Welch seltsame Momente würden entstehen, wenn Ihr Date Sie aus dem Nichts fragt, warum Sie großen Gefallen an dem neuen Film „Thor“ gefunden haben und wie man nur so verrückt nach dem neuen Ed Sheeran Song sein kann?

Das gleiche Prinzip gilt für Verwendung von Kundeninformationen durch Marken. Eine umfassende Kundendatenbank bietet wichtige Erkenntnisse für den Einzelhandel, um weiterhin in den rasanten Marktentwicklungen bestehen zu können. Jedoch muss das richtige Anwenden von Daten gelernt sein, um nicht zu aufdringlich zu wirken. Das Ziel ist hierbei, eine persönliche, einfache und wertvolle Customer Experience zu schaffen. Wie bei einem guten Date müssen Marken sich ebenfalls fragen, wie die gesammelten Daten auch für Konsumenten hilfreich sind.

Hier folgen nun 3 einfache Datenmanagement-Regeln für eine noch effektivere CRM-Strategie, ohne die Kunden zu verprellen.

1. Schaffen Sie Mehrwert für Ihre Konsumenten

Online Marken wie Amazon besitzen festgelegte Vorgehensweisen, um personalisierte Retail Erfahrungen zu kreieren. Heutzutage erwarten Kunden vom Einzelhandel die gleichen individuellen Angebote über alle Kanäle, wie sie es aus der Onlinewelt kennen. Durch die Verwendung moderner Retail-Analytics-Technologien kann der Einzelhandel von wertvollen Erkenntnissen über Kunden profitieren, so wie es der Online Retail seit Langem macht. Dank Methoden zum Offline-zu-Online-Retargeting können Marken ihre Kunden mit maßgeschneiderter Werbung kontaktieren, die auf den Präferenzen aus dem Geschäftsbesuch basieren. Wie gestalte ich jedoch effektives Retargeting, ohne in die Privatsphäre eindringend zu wirken? Statt den Konsumenten zum Kauf von nicht benötigten Artikeln zu manipulieren, sollten Marken Kundeninformationen für die Erstellung von individuellen Angeboten nutzen, um spezifisch auf die Verbraucherwünsche eingehen. Überfluten Sie Ihre Kunden nicht mit generischen Werbeangeboten, sondern schaffen Sie Mehrwert! Um langfristige Loyalität zu erhalten, müssen die Ihren Konsumenten die Werkzeuge und Informationen bieten, um Suchaufwände und Risiken zu verringern.

Optimiertes Einkaufserlebnis

2. Gestalten Sie eine unkomplizierte Shopping-Experience

Große Marken sollten ihre Erkenntnisse nicht ausschließlich für höhere Verkaufsquoten nutzen. Konsumenten sind sogar gewillt, ihre Daten für ein einfacheres und zielgerichtetes Einkaufserlebnis preiszugeben. Die Customer Journey, angefangen beim Informieren bis hin zum letztendlichen Verkaufsabschluss, muss einfach und reibungslos ablaufen. Durch die Analyse der über alle Kanäle gesammelten Daten können Marken eine effektive Omnichannel-Strategie schaffen, die in zufriedenen Kunden resultiert. Ein häufiges Problem vieler Retailer ist das ziellose Sammeln von Informationen. Ihre Webseite mag möglicherweise vorherige Kundeneinkäufe und Präferenzen kennen, aber diese Information liegt den Mitarbeitern im Laden häufig nicht vor. Nutzen und wenden Sie all Ihre Erkenntnisse an, um ein nahtloses Einkaufserlebnisse über alle Kanäle zu schaffen. Standortdaten und Heatmaps Ihrer Verbraucher helfen, Kundenströme zu verstehen und somit Ihr Geschäftslayout zu optimieren.

3. Zeigen Sie Ihrem Kunden Ihre Wertschätzung

Besucherzahlen, Kundenströme und Konversionsraten sind notwendige Informationen, um in der dynamischen Welt des Einzelhandels bestehen zu können. Inmitten dieser Daten sollten Marken jedoch nicht vergessen, aus welchem Grund die Informationen gesammelt werden. Die Antwort lautet: Personalisierung. Zeigen Sie Ihre besondere Wertschätzung mit Hilfe der Daten. Wissen über Einkaufsvorlieben ist gut und wird Ihre Absätze steigern, aber das reicht noch lange nicht aus. Es ist wichtig, einen Schritt weiterzugehen und mit Geburtstagen, Namen oder Zahlungsvorlieben eine persönlichere Beziehung aufzubauen. Erfolgreiche Ladenbesitzer sind Meister dieser Kunst. Sie kennen die Kunden und ihre Vorlieben bestens. Dadurch gelingt es kleinen und lokalen Geschäften, persönliche und gute Einkaufserlebnisse zu erzeugen. Orientieren Sie sich an diesen Vorgehensweisen bei Erstellung von individuellen Marketingkampagnen. Zusätzlich ist es auch elementar wichtig, einen kundenorientierten Service anzubieten, der stets freundlich und verständnisvoll auf Kundenwünschen eingeht.

Personalisierte Werbekampagnen

Zuverlässige Marken nutzen Daten für eine bessere Kundenberatung

In der Realität leben wir in einer Zeit, in der Menschen bereit sind, persönliche Informationen preiszugeben, solange sie auch davon profitieren. Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, müssen Marken moderne Analysetechnologien zum Aufbau eines relevanten Datenpools verwenden. Big Data Lösungen befähigen den Einzelhandel, unvergessliche Einkaufserlebnisse zu schaffen, die zu einer stärkeren Kundenbeziehung und Loyalität führt. Mit der richtigen Strategie befördern Sie Ihre Kundenbindung auf ein neues Niveau und stellen sicher, dass Kundenservice an erster Stelle steht.